Teamtalk: Rotti

Tweelbäke. Kennt ihr das Gefühl, wenn sich die Magengrube in so eine eigene Löffelchen-Stellung mit sich selbst dreht? Ein unbehagliches Gefühl – gern gepaart mit spontaner Blässe, Händen vorm Gesicht und in der Folge darauf typische Äußerungen wie „f***“, „l***“, „ver***te Sch***e“, „no f***ing way“. Und dann schaut alles den armen Binäro an – denn der war gestern aufgrund einer internen Situation von spontaner Grauhaarigkeit befallen und sieht nun in seinem Gollum-look-a-like fast schon wieder wie „Gandalf, der Graue“ aus. Die Situation konnte von Binäro aufgeklärt und entschärft werden – aber da war die Löffelchen-Stellung eben. Es fielen Begriffe wie „Franzbrötchen“, „Binäro rettet den Tag“ und „Belohnung“. Klarer Fall: Am Freitag sind wir dann mal draußen.

Heute, es ist Freitag und quasi der Tag danach, fragt Binäro sein Rotti (nein, sie bellt für gewöhnlich nicht), ob man denn jetzt mal Abstand nehmen könne vom Büro, um in weniger gewohnter Umgebung ein paar Dinge zu besprechen. Kopfnicken. Schnell noch Sachen gepackt, Platz für Kaffee eingerichtet und schon sitzen wir im Auto – auf dem Weg zu unserer bevorzugten und firmennahen Filiale rund um Krümeliges, Kuchiges und Koffeiniertes (und noch darüber hinaus, bitte): Müller-Egerer neben „Classic Stars“ auf der Bremer Heerstraße in Oldenburg.

Schwupp, eingeparkt und mit einem Lächeln zur Kenntnis genommen, dass die Eingangstür immer noch nicht korrekt öffnet: so sind es vielleicht 75 %. Binäro mutmaßt gegenüber Rotti, dass dies wohl eine Art vorläufiges Testgerät sei: Wer durch diesen „Türspalt“ nicht passt, müsse eher zu einer Salat-Bar ein paar Gebäude weiter. Geduldig reihen wir uns ein und führen darüber eine freiwillige Interaktion mit Fremden durch, wenn es um kooperatives Gruppenverhalten geht: Schlangestehen. Aber wer immer mit der Aneinanderreihung humanoider Kohlenstoffdrohnen begann: in Verbindung mit der Filiale, der folgenden Laufrichtung an die Tische ... meeeh, alles falsch. Rotti boxt Binäro an den rechten Arm – mal nicht so pedantisch und strukturell korrekt.

Wir studieren das Frühstücksangebot. Aus gänzlich unklarem Grund bekommt man in die Rotti nix mit Ei. Sie macht dann so lustige Geräusche (kann man bestimmt in Hollywood-Produktionen mal als Sample gebrauchen), aber Binäro befürchtet, dass sich im „Beischlafutensilienkoffer“ (Handtasche) spontan ein Kruzifix gegen den binären Dämon zeigen könnte; quasi direkt unter dem Feuerlöscher und dem original verpackten Ersatzrad für einen Tornado der Bundeswehr. *aua ... wieder eine verpasst bekommen* Wir wählen jeweils das Genuss-Frühstück und bekommen unseren Mini-Diskus aka „Tischplatten-Vibrator“ – ein sich längst etabliertes Gästerufsystem, wenn es etwas länger dauert. Kein Problem, wir haben schon Kaffee.

Schön sonnig platziert beginnen wir auch direkt mit einer Art Nachbesprechung zum Vortag, warum das gerade mal „semi-gut“ gelaufen ist und besprechen Wege und Möglichkeiten. Mit der Zeit reift in Binäros Kopf wieder eines seiner gefürchteten Konzepte, wie man das Problem umgehen könne bzw. es nicht mehr auftreten würde. Das klingt plausibel, logisch und scheint nicht zwingend ein inversiver Eingriff zu werden (Randnotiz für euch: es ist schon drin und arbeitet sowohl für unsere Community-Plattform olpinion als auch das „Hauptquartier“ Umfrageheld). Ergo: Haken dran und damit zum eigentlichen Grund!

Schon länger haben wir natürlich eine größere Crew – ich sitze hier bei Müller-Egerer mit Rotti und ...

Binäro: „Zack, Überraschung! Herzlich Willkommen in Deinem feinen, ersten Interview auf dem olpinion Blog.“
Rotti: (lacht, entsetzer Blick)

Binäro: „Auf einer Skala von 1 bis 10: wie gut gelaunt bist du gerade?“
Rotti: „10“

Binäro: „Stell dich doch mal kurz vor, da man im Blog ja nun noch nix von dir lesen kann!“
Rotti: „Ich bin Rotti, jung, wild, dynamisch und stelle Binäro – also dir – gern viele Fragen. Ansonsten bin ich weiblich, mittelgroß – gerade mal halb so groß wie du – sowie Mitte 20.“

Binäro: „Woher kommt dieser Spitzname?“
Rotti: „Aus meiner Kindheit: weil ich früher immer Pumphosen tragen musste und damit wie das frühere Sarotti-Männchen aussah.“

Binäro: „Wie lange bist du jetzt bei uns, was machst du? Erzähle von Deinem Tag in unserem Hauptquartier!“
Rotti: „Ich bin seit Anfang September stolzes Mitglied des Teams und kümmere mich hauptsächlich um Marketing und Vertrieb.“

Binäro: „Wenn dein Tag bei uns ein Buch wäre, welchen Titel würdest du ihm bislang geben?“
Rotti: (lacht) „Die wilden Geschichten des Hauptquartiers“

Binäro: „Welche Superkräfte hättest du, wenn du welche haben könntest?“
Rotti: (spontan) „Fliegen – weil ich dann schwerelos wäre und auf alle Verkehrsmittel verzichten könnte.“

Binäro: „Wenn du über Nacht etwas Neues lernen könntest, was wäre das?“
Rotti: (uff!) „Gitarre spielen“

Binäro: „Wie lautet Deine aktuelle Lieblings-TV-Serie (oder Film) bzw. Dein derzeitiger Lieblingssong?“
Rotti: „Die netflix-Serie 'Die Welle'. Und mein Lieblingssong 'Falling like the stars' von James Arthur.“

Binäro: „Wenn du ein Schild um den Hals hängen hättest, was würde da drauf stehen?“
Rotti: (lacht und deutet an, Binäro sei irre) „Mutti für alles“

Binäro: „Sooo, da wir ja auch eine Plattform für empirische Insights sind, noch ein paar einfache Abschlussfragen.“

Binäro: „Wie lautet Dein generelles Lieblingswort?“
Rotti: „'Oh Gott' - ja, das passt und würde meine Oma bestätigen.“

Binäro: „Welches Wort hörst Du nicht gern?“
Rotti: „Nein.“

Binäro: „Welches Geräusch oder welchen Lärm magst du?“
Rotti: „Auf Kopfsteinpflaster mit dem Auto fahren.“

Binäro: „Welches Geräusch oder welchen Lärm magst du nicht?“
Rotti: „Mit den Fingernägeln über eine Tafel kratzen.“

Binäro: „Wofür kannst du dich rund um die Uhr begeistern?“
Rotti: „Musik.“

Binäro: „Im Gegenzug: was nervt dich rund um die Uhr?
Rotti: „Menschen mit schlechter Laune.“

Binäro: „Was ist Dein Lieblingswort um zu Fluchen?“
Rotti: „'Gott, neee ... !'“

Binäro: „Welchen Beruf würdest du niemals ausprobieren wollen?“
Rotti: „Kanalarbeiten und sowas.“

Binäro: „Kuscheln mit Haustieren: Hund, Katze, Nager, Vogel, arachnoide Kreaturen ... ?“
Rotti: „Hund oder mit meinem 'Stinktier' zu Hause.“ (Anmerk. d. Red.: es nennt sich wohl Musie)

Binäro: „Du stehst um 3 Uhr nachts hungrig auf – was sollte jetzt im Kühlschrank sein?“
Rotti: „Stampfkartoffeln mit Sauerkraut und Eisbein.“

Binäro: „Abschließend ein Abstecher in die Religion: Nehmen wir an, es gäbe einen Himmel, was würdest du von Gott am Eingang gern hören, wenn du ankommst?“
Rotti: (lacht) „Komm rein – es gibt Lülülü!“

Binäro: (lächelt) „Vielen lieben Dank und entschuldige bitte diesen Überfall.“
Rotti: „Gerne, es sei dir verziehen.“